Katholische Liturgie ohne Priester

Hauskirchen im frühen Christentum

 

Was tun? Jedes Jahr gehen in Deutschland mehr als 300 Priester in den Ruhestand und etwa 100 Priester kommen neu hinzu. Wer das kleine Einmaleins beherrscht, kann leicht ausrechnen, wie die Versorgung mit Priestern in 10 Jahren aussehen wird.

Papst und Bischöfe sind nicht bereit, etwa durch die Weihe von im Glauben erprobten verheirateten Männern (viri probati) den Priestermangel zu entschärfen. Sie klammern sich an die Tradition des Zölibats und missachten das Recht der Gemeinden auf wöchentliche Eucharistiefeier. Jesus hat in einer Auseinandersetzung mit den Pharisäern ein solches Verhalten scharf verurteilt: Wegen eurer Tradition habt ihr das Gebot Gottes außer Kraft gesetzt, ihr Heuchler (Mt. 15,6). Sind Papst und Bischöfe im Sinne von Jesu Wort auch Heuchler?

Die Gemeinden sind aufgerufen, sich neu zu organisieren und insbesondere das Recht auf wöchentliche Eucharistiefeier durchzusetzen. Nachdenken über die Urkirche kann helfen.

Siegfried George                                                                                                     Kattenbachstr. 116                                                                                                                   35435 Wettenberg

Vorsitzender des Pfarrgemeinderates                                                                                        St. Anna Biebertal und St. Dreifaltigkeit Krofdorf-Gleiberg

Dieser Text ist meine persönliche Stellungnahme, er ist vom Pfarrgemeinderat nicht beschlossen worden.

siegfried.george@googlemail.com                                                                                              www.ich-sage-was-ich-meine.de

September 2012

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Thesen zur Diskussion über aktuelle Probleme in der katholischen Kirche

Unsere Gemeinden stehen vor radikalen Veränderungen. Bedingt durch den Priestermangel  werden Grossgemeinden geschaffen. Leider sehen die Bischöfe darin in erster Linie ein organisatorisches Problem. In meinem Verständnis geht es aber eher um  inhaltlich-religiöse  Probleme, von denen Ich in meinen Thesen einige aufzeige.

Diese Thesen biete ich hier zum kostenfreien Runterladen und Verbreiten an.

Thesen (Word Dokument)

Thesen (PDF)

Über zustimmende oder ablehnende Rückmeldungen würde ich mich freuen.

Wir brauchen eine neue katholische Öffentlichkeit

Diese private hompage soll eine Plattform zur freien Aussprache für die Mitglieder unserer Pfarrei (und anderer Menschen) sein. Grundlegende religiöse und gesellschaftliche Fragen bieten sich als Diskussionsthemen an:

  • Schwierigkeiten religiöser Kommunikation zwischen Jugendlichen und Erwachsenen.
  • Gründe für die geringe Zahl  von Jugendlichen in unseren Gottesdiensten.
  • Überlegungen, weshalb Deutschland eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt hat. Ist unsere Gesellschaft, sind auch wir Katholiken kinderfeindlich?
  • Viele von uns leben im Überfluss – Jesus hielt es mit den Armen. Auch in unserem Land gibt es Armut, insbes. für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder.
  • Gründung von Großgemeinden (Priestermangel) – das Ende von tausenden katholischer Landgemeinden. Verabschiedet sich die katholische Kirche aus weiten Landstrichen Deutschlands?
  • Brauchen wir eine Rückbesinnung auf die Urkirche, als die Christinnen und Christen ihr Gemeindeleben selbst organisierten – auch ohne Priester?

Ich plane, in unregelmäßigen Abständen Texte (jeweils ½  Seite) zu veröffentlichen, die entweder von mir oder anderen verfasst sind. Sie können kostenfrei heruntergeladen und auch – ohne Rückfrage – weiter verbreitet werden.

Wer eine Stellungnahme abgeben will, kann dies über s.george@ich-sage-was-ich-meine.de tun. Ich werde sie nur in meine homepage übernehmen, wenn sie ernsthaft und nicht beleidigend ist. Auf Wunsch können Artikel oder Stellungnahmen auch anonym veröffentlicht werden, wenn mir die Autorin/der Autor bekannt ist.

Es geht hier nicht in erster Linie um wissenschaftlich begründete Texte, sondern um Meinungsäußerungen von allen Gruppen der Pfarrei. Wie die Menschen denken und leben – so sollen sie berichten.